Campingzelt
Ein Zelt ist ein temporärer Bau aus leichtem Material, der ein Gerüst aus Stangen hat und Nomaden zum wohnen dient. So könnte man auch heute noch ein Zelt ganz gut beschreiben. Die modernen Nomaden heißen inzwischen Camper und die leichten Materialien haben sich weg von Naturstoffen hin zu Kunststoffen entwickelt. Waren es ganz früher Tierhäute und Felle, so ging man später über zu Leinen und gewebten Stoffen, die sich über eine sehr lange Zeit hielten. Anfangs wurden Stangen aus Holz verwendet, später Metall und Leichtmetall. Noch bis vor wenigen Jahren waren Zelte aus Baumwolle mit einem Leichtmetallgestänge die Regel. Inzwischen bestehen Zeltaussenhäute aus Kunstfaser, lediglich die eingehängten Schlafkabinen sind noch aus atmungsaktivem Baumwollgewebe. Das Zeltgestänge besteht aus zusammengesetzten Fiberglasstangen. Diese weisen bei weniger Gewicht und weniger Größe eine höhere Stabilität als ein Stahlrohrgestänge auf.
Die Ansprüche an moderne Zelte sind vielfältig. Bei geringem Packmaß soll das Zelt möglichst leicht sein und aufgestellt möglichst viel Platz bieten. Es soll möglichst Wasserdicht sein, was durch eine spezielle Beschichtung der Aussenhaut erreicht wird. Das Zelt soll einem Sturm ebenso standhalten wie spielenden Kindern. Und letztlich soll es möglichst Preisgünstig herzustellen sein. Moderne Zelte kommen diesen Idealen schon sehr nahe. Sie haben eine Form , die dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche bietet, ihr Fiberglasgestänge ist in einem sehr hohen Maß biegsam ohne zu brechen und einer gewissen Zeit halten die Zelte auch dem Regen stand. Nur beim Preis ist man dem Ziel noch nicht ganz so nahe. Ein gutes, hochwertiges Zelt hat noch immer seinen Preis. Im Gegensatz zu früheren Zelten sind die heutigen sehr einfach aufzubauen. Zelte werden durch ihr Gestänge aufrecht gehalten und durch angebrachte Leinen, den sogenannten Abspannleinen und den Sturmleinen gehalten. Die Leinen werden an Erdnägeln und Heringen, die in den Boden eingeschlagen werden befestigt. Die gängigste Zeltform ist das Igluzelt mit einem quadratischen Grundriß und einer Kuppelform über die der Wind gut hinwegstreichen kann. Kleinere Zelte haben keine extra Schlafkabinen, sondern bieten nur einen Raum. Größere Zelte bieten Platz für eine oder mehrere Schlafkabinen und einen Aufenhaltsbereich, sind also voll Familientauglich.
Die häufigsten Zeltformen sind:
Das Minizelt, ein praktisches Zelt für eine oder zwei Personen, das ein sehr geringes Packmaß aufweist und sehr leicht ist. Es eignet sich besonders gut für Rucksacktouren und Motorradtouristen.
Autodachzelte sind eine Sonderform, die auf dem Dach eines Autos aufgebaut wird. das Autodachzelt ist in einem flachen Container auf dem Autodach und wird am Urlaubsort nur aufgeklappt.
Das Tropenzelt ist eine Sonderform aus schwererem Material, das einem schweren Unwetter standhalten kann und nach oben Lüftungsöffnungen hat.
Eine ganz besondere Form ist der Faltwohnwagen. Dabei handelt es sich um einen kleinen Anhänger für das Auto, der einen festen Deckel hat. Bei Ankunft am Urlaubsort wird der Deckel geöffnet und das Zelt einfach ausgeklappt.Der Inenraum des Hängers bietet dabei den Boden für den Sitzbereich, so daß man zumindest hier bei starkem Regenfall keine nassen Füße bekommt.
Allen Zelten, egal welche Bauform ist gemeinsam, dass sie keinesfalls nass eingelagert werden dürfen, da die Zelthaut sonst Stockflecken bekommt und zu schimmeln anfängt. Muß man das Zelt wirklich einmal nass abbauen, dann muß die Zelthaut sobald wie möglich offen ausgelegt und getrocknet werden.

